Heizen

– Info zum Heizen:

Leserbrief dazu in der OZ- Zeitung Ende Oktober 2022:

„Die Wärmepumpe wird erst interessant wenn Solarstrom installiert ist. Für 1200 Liter Heizöl oder m³ Erdgas pro Jahr, mehr sollte es durch die Dämmung nicht sein, verbraucht sie 4000 kWh Strom. Die Verbrauchskosten der Wärmepumpe sind aus eigenem Solarstrom vom Dach zirka 400€, aus dem Strom-Netz 1600€ pro Jahr. Beim Jahresnettostrom (Gleicher Preis für Einspeisung und Verbrauch wie in Holland) und beim Strom aus dem E- Auto zurück ins Haus wäre es noch günstiger. Die Barrieren dazu sind zu beseitigen.

– Die größten Fehler zur Wärmepumpe sind die zu großen Leistungen und die Hydraulik. Die ungefähre Leistung sollten die Liter Heizöl pro Jahr geteilt durch 300 sein. Zum Beispiel 2100 Liter Öl geteilt durch 300 ergibt 7 kW Wärmepumpen- Leistung.

– Zur Hydraulik sollte immer eine Entkopplung der Heizwasserströme eingebaut sein. Die Wärmepumpe benötigt den 3 fachen Heizwasserdurchsatz gegenüber den Wärmeverbrauchern im Haus mit ihrem Heizungswasserdurchsatz. (Der Temperaturunterschied der Heizung beträgt 15 Grad C und der, der Wärmepumpe 5 Grad Celsius.). Je einfacher die Hydraulik, desto besser.

– Der jetzige Wärmeerzeuger sollte als Zusatzheizung für tiefe Aussentemperaturen und als Notheizung erhalten bleiben.

– Die jetzigen Wärmepumpen erreichen mit dem Kältemittel R290/ Flüssiggas 75 Grad Celsius Vorlauf. Die Sanierung, auch im Altbau, ist daher kein Problem mehr. Wärmepumpen Pakete beginnen bei zirka 6000€, ohne den Einbau. – Neben der Bafa EM ist auch eine Steuerabschreibung mit 20% möglich.“ Der Bafa-Antrag ist vor der Bestellung zu stellen, die Steuerabschreibung nach der Erstellung der Anlage.

Was werden die Änderungen bringen beim neuen Heizungsgesetzt??? Immer wieder neu Reglen. denke ich.

Als Erklärung: (Die 2100 Liter Heizöl/ 300 woher?) Es kommt von der Gradtageszahl Gt und bei der mittleren Jahrestemperatur hier bei uns mit + 6 Grad Celsius. Die maximale Heizleistung wird bei uns für ca. minus 12 Grad ausgelegt bei einem Temperaturunterschied von 32 Grad zur Raumtemperatur mit 20 Grad. Bei der mittleren Jahrestemperatur von 6 Grad ist der Temperaturunterschied 14 Grad Celsius. Bei tiefen Temperaturen läuft das Heizgerät dann länger zur Wärmeversorgung. Die Gt wird bei teuren Reglern auch angezeigt.

– Die jetzige Heizkessel laufen ca. 5 Minuten und schalten dann wieder für 20 Minuten aus. Für Wärmepumpen ist dieses Takten tödlich, sie müssen möglichst durchlaufen. Der Kältemittelkreislauf muss erst mal in Schwung kommen, wie beim Kühlschrank.

– Die Wärmepumpe hat dazu die Grad-Minuten zum Regeln der Wärmemenge. Der Heizkessel hat nur den Temperaturunterschied der Sollwertabweichung mit einer Schalthysterese zum Regeln. Die Hysterese ist die Reibung in der Regelung. Die Regelabweichung wird nicht sofort weitergegeben. Es ist auch für das längere Laufen des Kessels oder der Heiz- Therme.

– Der Heizwasserinhalt beträgt bei Heizkörpern ca. 10 Liter/kW und bei Fußbodenheizung ca. 20 Liter/kW. Eine 7 kW Wärmepumpe braucht einen Heizwasserdurchsatz von 1200 Liter pro Stunde. (Wärme Q = Masse x spez. Wärmekapazität 1,163 x Delta T Temperaturunterschied). Dies alles zu erklären wäre viel zu viel.

– War mehr als 30 Jahren in Lehrtätigkeit als Ingenieur und Berufsschullehrer für Gebäudetechniker in Gießen, Heizungsbauern in Alsfeld und Karosserie- und Fahrzeugbauer in Alsfeld. Ich bin keine Feind des Autos.

Hier einer meiner Leserbrief dazu in der OZ Zeitung: „Heizungstechnik und Verunsicherung“.

„Ich empfehle Hybridlösungen, wo die alte Heizungsanlage weiter genutzt wird. Wenn möglich den alten Kessel als hydraulische Weiche nutzen zur Trennung der Wasserströme von der Wärmepumpe und der Heizung im Verhältnis von 3 zu 1. Es wäre dann eine beheizte, hydraulische Weiche. Diesen Fachausdruck gibt es jedoch nicht. Es gibt nur den Begriff „Hydraulische Weiche“. – Alte Niedertemperatur- und Brennwertkessel müssen nicht raus, sondern nur Standard Kessel mit konstanter Kesseltemperatur von 70 Grad. – Entscheidend ist in Zukunft nur ob 65% der Energie aus alternative Quellen kommt wie Solarstrom vom Dach. Erneuerbare Energie ist eine Werbeaussage. Er ist von nicht Fachleuten. Richtiger wäre Energie aus erneuerbaren Quellen, denn Energie kann man nur umwandeln. Die Physik und die Hauptsätze der Wärmelehre sind weiter gültig. Das kann kann die Politik nicht ändern.

– Reparatur vor Neukauf ist auch Energieeinsparung und spart die Hälfte der Kosten beim Wärmepumpeneinbau. Bei einer Heiztherme kann ein kleiner Pufferspeicher die unterschiedliche Wasserströme trennen und die Wärme zur Enteisung der Wärmepumpe liefern.

Zur Warmwassererzeugung und Wärmepumpe sollte auch ein Elektro- Durchlauferhitzer mit stufenloser Temperatureinstellung in Erwägung gezogen werden zur restlichen Temperaturerhöhung des warmen Wassers zum Duschen und Waschen, besonders bei Mietwohnungen. Dieser Durchlauferhitzer wird gefördert weil der Strom in ca. 20 Jahren CO2 frei werden soll.

Die Eigenstromerzeugung ist dazu der wichtigste Einstieg zur Energiewende, dem 65% Anteil bei der Wärme aus alternativen Quellen. Wollen das die Stromnetzbetreiber? Wir brauchen: 1. Gerechter Preis von 15 Ct/kWh für den Überschussstrom weil eine 1 kWp Solaranlage zirka 1500 € kostet. 2. Der Strom aus dem E Auto muss auch zurück ins Haus, das Bi- Direkte- Laden. 3. Vereinfachten Mieterstrom durch die „Gemeinsame Eigenstromnutzung“. 4. Jahresnettostrom mit Net- Metering wie in Holland 5. Strom teilen, dem Strom- Sharing und Netzgebühr nach Kabellänge im Netz zum Abnehmer. Siehe Österreich und Intalien.

6. Balkonsolarstrom könnte bis zu 2200 Watt zulassen werden weil der Schukostecker auf 10 Ampere Dauerstrom ausgelegt ist.

7. Plus- Energie- Häuser zulassen durch Solarstrom auf allen Flächen am Grundstück und Haus und bis zu 50 kWp mit 50 000 kWh Energie durch Stromerzeugung im Jahr. Es entspricht 5000 Liter Heizöl. Oder mit der Wärmepumpe werden dann 15 000 Liter Heizöl daraus ersetzt. Oder die ganzen Einspeisebeschränkungen fallen lassen und mehr Großspeicher für den Strom bauen.

Um 1 Liter Öl zu ersetzen braucht die Wärmepumpe zirka 3 kWh Strom. Aus dem Eigenstrom vom Dach dann 30 Cent für 1 Liter Heizöl, aus dem Stromnetz zirka 1,10 € pro Liter Heizöl. Energie muss preiswerter werden und nicht teurer. Man braucht dazu die Eigenstromerzeugung.

Zusätzliche Infos zum CO2:

10 kWh Strommix sind zur Zeit mit 4 bis 5 kg CO2 belastet.

1 Liter Heizöl hat auch 10 kWh und ist mit 2,6 kg CO2 belastet.

1 m³ Erdgas hat auch 10 kWh und ist mit 2 kg CO2 belastet.

Eine 10 kWp Solarstromanlage kosten zur Zeit ca. 15000 Euro und erzeugt im Jahr zirka 10 000 kWh Strom. Die Überschusseinspeisung muss dazu mindesten 15 Ct/kWh betragen, dann ist es nach 10 Jahren bezahlt. Zur Zeit aber nur 8 Ct/kWh. Die jährliche Gutschrift daraus sind zirka 800€. Die Solaranlage ist erst nach 20 Jahren bezahlt.

Als Gutschrift müssten es 1500€ pro Jahr sein, anstatt nur 800€ pro Jahr. Man könnte zun Beispiel zu den 8 Cent nochmals 8 Cent zahlen für die Netzentlastung. Dieses gab es schon einmal in den Jahren 2010 und 2011. Die EWS, die Stromrebellen in Schönau, zahlen zusätzlich einen Solarcent zum eingespeisten Solarstrom ins öffentliche Netz, als Solarförderung aus privater Hand. Was kann unser eigener Stromversorger OVAG?

Dann noch die vielen Barrieren bei unserem eigenen Stromversorger OVAG wie die Genehmigungszeit, den Zähler setzen, Preis und alles erfolgt über den Postweg für lange Wartezeiten.

Welche Politik steckt dahinter? Ich denke wir sollen Strom kaufen und nicht selbst erzeugen.

Als Info der Vortrag beim BUND: Der BUND veranstaltete eine Informationsrunde mit Bernhard Becker in Alsfeld. „Beim Klimaschutz nicht reden, sondern handeln.

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  • In der Gemeinde Feldheim kostet die kWh Strom nur 13,5 Cent Brutto pro kWh.
  • Und noch ein Hinweis: Die Gemeinde KLIXBÜLL ist seit 1993 eine Energie- Gesellschaft mbH und CO.KG. Im Internet erhalten mehr Infos darüber.

Klixbüll ist die reichste Gemeinde im Bundesgebiet durch die grüne Stromerzeugung aus alternativen Quellen von der Gemeinde selbst. Beginn war 1992.

Unsere erste, private PV- Anlage ist auch von 1992. Sie geht immer noch. Es sind monokristalline Zellen von Siemens SM55 verbaut. Damals war es das 1000 Dächer Programm vom Bund. Die Anlage wurde alle 10 Jahre erweitert auf jetzt 17 kWp Leistung mit zirka 17 000 kWh Strom pro Jahr. Wir haben ein reines E- Auto seit 2017 und eine Wärmepumpe seit 2021 als Hybridanlage mit dem alten Guß-Ölkessel als Niedertemperatur-Kessel NT. Bei Frost der Ölkessel und sonst die Wärmepumpe mit möglichst viel eigenem Strom vom Solarstromdach.

Zum Begriff „erneuerbare Energie“ oder „alternative Energie“: In der Physik gibt es keine „erneuerbare Energie“ oder „alternative Energie“. Es ist eine politische Werbeaussage von Nichtfachleuten. Energien kann man nur umwandeln. Richtiger wäre: Energie aus erneuerbaren oder alternativen Quellen. Die Hauptsätze der Wärmelehre gelten immer noch.

Diesen gesamten Text und Erklärungen dazu können Sie hier auf der Internetseite www.bernhard-becker.com nachlesen.

— Und auch dazu die verschiedene Leserbriefe von mir.

DANKE.

Ihr Bernhard Becker aus 36329 Romrod

Internet: bernhard-becker.com